Kabarett unterm Kirchturm

Vier- bis sechsmal im Jahr gibt es Kabarett vom Feinsten im Ev. Gemeindehaus der Christus-Kirchengemeinde an der Provinzialstr. 412 in Bövinghausen. Meistens freitags ab 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr trifft sich eine bereits "eingeschworene Fangemeinde" zum Kabarettabend.
Die Karten für das Programm kosten im Vorverkauf 17 €, an der Abendkasse 18 €.
Die Catering-Gruppe um Jürgen Wiegemann, ein Ehepaar-Kreis, kümmert sich in bewährter Weise um das Wohl der Kabarettgäste, zapfen Bier, schenken Wein und Sekt aus, bieten kleine Snacks und Fingerfood zu zivilen Preisen.
Ein echter Geheimtipp unter Kabarett-Fans. Termine notieren und Karten rechtzeitig kaufen.
Vorverkaufsstellen:
HOGA-Reisebüro      Provinzialstraße 399 , 44388 Bövinghausen
CENTRAL-Apotheke  Provinzialstraße 413 , 44388 Bövinghausen
· Vorbestellungen per Mail bis 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn: 

kabarett.christusgemeindedontospamme@gowaway.gmail.com

Karten-Vorverkauf ab 1. September 2019

RÜCKBLICKE

Freitag, 8. November 2019 um 20 Uhr

Foto: Harald Hoffmann

Matthias Reuter
"Wenn ich groß bin, werd ich Kleinkünstler"

Auf die Frage „Was möchtest Du mal werden, wenn du groß bist“ antwortete Matthias Reuter als Kind meist mit der Gegenfrage „Wie groß muss das denn genau sein?“ Man muss es ja nicht übertreiben. Darum ist er heute auch Kleinkünstler, denn er weiß: Humor ist oft eine Frage der Perspektive. Und von unten nach oben lacht es sich viel herzlicher als umgekehrt. Warum trotzdem alle dauernd nach oben wollen, hat er nie verstanden. So bleibt er am Boden und besieht sich von dort aus die Vorturner, Vorbilder und Vordenker des Landes. Er hat Verständnis dafür, dass laut Umfragen ausgerechnet Günther Jauch das größte Vorbild der Deutschen ist, denn der gibt im Gegensatz zur Kanzlerin zumindest öffentlich zu, dass er mehr Fragen hat als Antworten. Das ist bei vielen nicht so. In der Antike sagte Sokrates noch selbstkritisch: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Diese Zeiten sind vorbei. Heute präsentiert einem jeder die einzige und alleinige Wahrheit. Und da ist Vorsicht geboten. Denn Leute, die immer die Wahrheit kennen, haben sie sich meist selbst ausgedacht. Dieses Kabarettprogramm ist jedenfalls von vorne bis hinten erfunden. Matthias Reuter kennt die Wahrheit auch nicht. Aber seine erfundenen Geschichten kommen oftmals nah dran.

Freitag, 20. Dezember 2019 um 20 Uhr

Sylvia Brécko
"Liebling, das schenken wir uns"

Jedes Jahr der gleiche Stress! Was schenken wir wem, was wünschen wir uns, was können wir umtauschen? Ab wann und bis wann muss man die Weihnachtsdekoration ertragen, und welche Verwandtenbesuche lassen sich umschiffen? Oder hauen wir einfach ab?

Sylvia Brécko, ehemalige WDR-Fernsehansagerin/-Moderatorin und seit 2008 in Sachen Kabarett unterwegs, beleuchtet in ihrem Special zur Weihnachtszeit die kommunikativen Störungen zwischen den Geschlechtern in dieser heißen Phase des Winters. Da kann es auch schon mal knistern im Saal…

Aber zum Glück gibt es ja amerikanische Xmas-carols wie „Let it snow“, „Rudolph the red nosed reindeer“ und „Santa Baby“, zu denen Sylvia Brécko teilweise eigene deutsche Texte geschrieben hat und die so herrlich harmonisieren! Eine prickelnd-komische Show, die den Weihnachtsalltag charmant aufs Korn nimmt und sicherlich helfen wird, dem diesjährigen Weihnachtsstress mit mehr Humor zu begegnen.

Freitag, 17. Januar 2020 um 20 Uhr

Roberto Capitoni
„Italiener schlafen nackt – manchmal auch in Socken“

Die besten Geschichten schreibt das Leben. Mit vollen Händen schöpft der vielfach ausgezeichnete Kabarettist, der u.a. zum Personal des „Quatsch Comedy Clubs“ im Fernsehen gehört,  in seinem neuen Stand-up Comedy-Programm aus diesem Fundus.
Das halbitalienische deutsch-schwäbische Energiebündel stellt sich dabei rückblickend die ein oder andere Frage: Wie war das Leben mit einem italienischen Vater in einer verschlafenen Kleinstadt ohne Handy oder Fernsehen in S/W und mit nur 3 TV-Programmen? Wie überlebte man Zelten in freier Wildbahn ohne Helikopter-Eltern, die einen auf Schritt und Tritt überwachen? War früher wirklich alles besser oder redet man sich die Erinnerungen nur schön? Das Gefühls-Chaos und die daraus entstehenden Gemütsschwankungen machen es ihm im Alltag nicht einfach. Dass seine Pubertäts-Testosteron-Tochter mittlerweile im schwierigsten Alter steckt und er dabei an seine eigene Jugend zurückdenkt, beflügelt nicht nur seine Mimik, sondern auch seine Fantasie. Wenn dann auch noch der erste Freund nach Hause kommt, läuten bei Roberto die Alarmglocken, denn "Italienerinnen küsst man nicht!". Und genau dann stellt sich die Frage: Warum schlafen Italiener nackt, aber manchmal auch in Socken?Darüber hinaus werden noch viele Geheimnisse gelüftet. Sind Italiener wirklich die besten Liebhaber? Und überhaupt: Wo bleibt die Liebe, wenn sich deutsche Pünktlichkeit, schwäbische Haarspalterei und italienische Leidenschaft in Personalunion vereinen? Dies und vieles mehr gibt es in seinem neuen Comedy Kracher Programm „Italiener schlafen nackt - manchmal auch in Socken“, wie immer in 4D: Sehen, Hören, Fühlen, Lachen!

Freitag, 21. Februar 2020 um 20 Uhr

Simone Fleck
"Nacktgestalten"

Gnadenlos erfrischt wirbeln Simone und Oma Wally wieder über die Bühne. Kreative Mütter, entnervte Pädagogen und frisch geschlüpfte Psychologinnen drängen sich ungehemmt in den Vordergrund. Wally gründet eine „Femengruppe“ und ruft im Seniorenheim zum gewaltfreien Pillenboykott auf. Wieviel entblößte Haut erträgt der Frührentner und welche Sprüche tyrannisieren uns vom Frühstücksbrett?
Ewig lockt das Smartphone… Sind auch Sie gefangen im Netz?
Und was machen Sie, wenn der DHL Mann dreimal klingelt?
Es erwartet sie wieder temporeiches Entertainment nach „Fleckschem Hausrezept“: bissig – logisch, witzig unlogisch, doppelbödig vernetzt und schauspielerisch hervorragend umgesetzt!

Freitag, 27. März 2020 um 20 Uhr

Carmela De Feo
"Die Schablone, in der ich wohne"

Die sowohl als Akkordeonkünstlerin als auch als Kabarettistin vielfach prämierte Künstlerin, geboren in Oberhausen als Tochter eines emigrierten Italieners, „bezaubert dadurch, dass sie mit Spontanität , Schlagfertigkeit und Mutterwitz unseren schnöden Alltag in schöne Komik überführt“(RuhrNachrichten, 22.08.18). Fest steht, dass La Signora nicht von dieser Welt ist, sondern eine Außeritalienische. Schräg wie der schiefe Turm von Pisa, farbenfroh wie die Sixtinische Kapelle, fertig wie das Colosseum, heißer als der heilige Stuhl, so ist La Signora. Mit der Grazie neapolitanischer Eseltreiber tanzt sich die Künstlerin durch ihr neues Programm auf der verzweifelten Suche nach dem Unsinn ihres Lebens! Und so macht sie sich als Anführerin der untoten Hausfrauen in ihrem Showboot auf,  die Welt zu retten. Oder zumindest sich selbst. Falls das nicht klappt, wird sie mit Sicherheit noch einige aus dem Publikum mit in den Abgrund ziehen, getreu dem italienischen Lebensgefühl: Misserfolg ist auch Erfolg, nur anders!
La Signora, die Callas des Akkordeons, lädt zu einem Abend, an dem Herzen gebrochen, Seelen verkauft und echte Gefühle täuschend echt imitiert werden.