Taufe in der Bartholomäuskirche, dem Martin-Luther-King-Haus oder in der Katharinenkirche

Ein neuer Erdenbürger ist da. GOTT schenkt Ihnen ein Kind. Es ist wie ein Wunder, ein kleiner Junge oder ein wunderschönes Mädchen ist auf die Welt gekommen. Behütet durch GOTTES Segen und beschützt durch seine Engel sollen sie durch ihre Welt gehen und sie erobern.

GOTT nimmt jeden Menschen an, so wie er ist. Wir müssen es uns nicht verdienen, von ihm als seine Kinder angenommen zu werden. Ein schönes Zeichen - Symbol dafür ist das Sakrament der Taufe. GOTT schließt mit uns einen Vertrag und garantiert uns: Ich will immer für Dich da sein und Dich durch Dein Leben begleiten.

Bei der Taufe wird der Kopf des Täuflings dreimal mit Wasser aus dem Taufbecken begossen. Es ist normales Wasser, das etwas angewärmt wurde, damit der Täufling nicht erschrickt. 

Dabei spricht der Pfarrer oder die Pfarrerin den Namen des Täuflings und sagt: "Ich taufe Dich im Namen des VATERS und des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES. AMEN". Dann wird dem Täufling ein Bibelvers als Taufspruch zugesagt, der sein Leben begleiten soll. Zum Schluß wird der Täufling gesegnet.

Manchmal gibt es eine Tradition für den TAUFSPRUCH, weil "Oma diesen Vers schon hatte", oder weil ein Bibelvers im Leben der Familie einmal eine wichtige Rolle gespielt hat.

Der TAUFSPRUCH muss ein Bibelvers sein. Man kann die Bibel durchsehen und auf die dick gedruckten Verse schauen, oft sind sie als TAUFSPRUCH brauchbar. Auf der Internetseite www.taufspruch.de kann man sich auch Bibelverse als Vorschlag ansehen.

Bei der Taufe wird eine Taufkerze an der Osterkerze in der Kirche neben dem Taufbecken entzündet als ein Zeichen, dass dem Täufling nun das Licht Christi leuchten soll. 

Anmeldung der Taufe

Die Taufe wird rechtzeitig beim Pastor /Pastorin oder im Gemeindebüro angemeldet. In der Christus-Kirchengemeinde Dortmund bieten wir an jedem Sonntag die Taufe in einer der drei Gottesdienststätten an. 

Das Taufgespräch

Der Pastor, der / die Pastorin, die den Gottesdienst hält, führt in der Regel auch die Taufe durch. Die Tauffamilie wird nach der Taufanmeldung angerufen und ein Termin für ein Taufgespräch ausgemacht, das in der Regel in der Wohnung der Tauffamilie stattfindet.  Es wäre schön, wenn die Taufpaten bei dem Taufgespräch dabei sein könnten.

Zum Taufgespräch bringt der Pastor / die Pastorin eine weiße Kerze und buntes Stearin mit. Damit kann die Tauffamilie sich eine eigene individuell gestaltete Taufkerze basteln.

Die Taufpaten müssen Gemeindeglied einer christlichen Kirche sein, da die Taufe nicht allein eine Privatveranstaltung der Tauffamilie, sondern ein Öffentlicher Akt in der Gemeinde ist.

Nicht allein die Eltern und Paten, auch die Gemeinde wird verpflichtet, für die christliche Erziehung der Täuflinge Sorge zu tragen. Ein Taufpate soll evangelisch, die anderen Taufpaten können auch Glieder anderer christlicher Kirchen sein.

Aus der Kirche ausgetretene Menschen können keine Patenschaft übernehmen, denn die Patenschaft ist ein Amt, das dem Paten von der christlichen Gemeinde übertragen wird. Selbstverständlich können auch Ausgetretene als freundliche, nette Menschen das Wachsen und Werden der Täuflinge begleiten, nur das Amt des Paten kann ihnen nicht gegeben werden.

Wenn die Taufpaten nicht Gemeindeglied in der Christus-Kirchengemeinde sind, brauchen sie eine Bescheinigung ihrer christlichen Wohnort-Gemeinde, dass sie dort als Gemeindeglied gemeldet sind und eine Patenschaft übernehmen können, also als evangelische Christen selbst konfirmiert wurden. Die ausgestellte Paten-Bescheinigung wird dem Pastor / der Pastorin beim Taufgespräch übergeben oder vor der Taufe nachgereicht.

Taufurkunde

Über die Taufe wird eine Taufurkunde ausgestellt, auf dem der Name des Täuflings, der Ort und das Datum seiner Taufe, die Namen der Taufpaten und der Taufspruch vermerkt ist. Für das Familienbuch der Eltern wird eine extra Seite mit den gleichen Daten gedruckt.

Die vollzogene Taufe wird in allen drei Gottesdienststätten der Christus-Kirchengemeinde bekannt gegeben.

Erwachsenentaufe

Die Taufe von Jugendlichen und Erwachsenen ist biblisch gesehen der "Normalfall" der Taufe, die Kindertaufe die Ausnahme, zu der christliche Eltern und Paten nötig sind. In biblischer Zeit in den urchristlichen Gemeinden gab es keine individuelle Kindertaufe, nur Erwachsene wurden getauft, die selbst und in eigener Verantwortung das Taufbekenntnis sprechen konnten. Erst seit dem 3. Jahrhundert beginnt die frühe Kirche mit der Taufe von Kindern (seit Augustinus)

In der späteren Konfirmation sagt der als Kind Getaufte nochmals Ja zu seiner früheren Taufe. Er macht sich nochmal erneut an dem Taufversprechen fest (confirmare) und bekräftigt damit seine Taufe. Konfirmation und Erwachsenentaufe fallen also zusammen.

Anerkennung der Taufe

Die Taufe ist in allen evangelischen Kirchen und in der katholischen Kirche als Ökumenisches Sakrament anerkannt und gültig und wird nicht wiederholt. 

Wechselt ein Täufling später - aus welchen Gründen auch immer - seine Konfession, so muß er nicht noch einmal oder wieder getauft werden.

Taufe in einem Gottesdienst

Die Taufe findet in einem Öffentlichen Gottesdienst statt, zu der alle Christen eingeladen sind. Extra Taufveranstaltungen nur für die Tauffamilie sind daher nicht zulässig. Als "Ausnahme" gilt die sogenannte "Traufe", also die Trauung der Eltern des Täuflinges mit dessen Taufe. Dabei bilden die Gäste der Hochzeit „ein Stückchen“ Gemeinde ab, in der dann auch eine Taufe stattfinden kann.

Gewünschte Taufe in einer anderen Kirchengemeinde

Natürlich können Eltern ihre Kinder auch in einer anderen christlichen Gemeinde taufen lassen. Dann wäre es schön, wenn sie uns über das Gemeindebüro informierten. Wir stellen dann ein sogenanntes "Dimissioriale" aus, also eine Bescheinigung, dass die Taufe in einer anderen Gemeinde stattfinden kann. Die durchführende Gemeinde informiert uns dann über die geschehene Taufe.

Pate werden - ein schönes Amt

Foto: EKvW

Wie viele Paten brauche ich eigentlich, damit mein Kind getauft werden kann? Und müssen alle evangelisch oder überhaupt in der Kirche sein? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die Broschüre „Mein Patenamt“>. Hintergrund ist die Neuregelung dieses Amtes in der Evangelischen Kirche von Westfalen. 

Der Regelfall sieht ab jetzt so aus: Es gibt mindestens eine Patin oder einen Paten. Sie sollen der evangelischen Kirche angehören, sie müssen aber auf jeden Fall Mitglied einer Kirche sein, die die Magdeburger Erklärung unterzeichnet hat. Bei Bedarf unterstützt der Pfarrer oder die Pfarrerin die Eltern bei der Suche nach geeigneten Paten. Bleibt das erfolglos, kann das Kind ausnahmsweise mit Zustimmung des Presbyteriums doch getauft werden. Voraussetzung: Mindestens ein Elternteil ist evangelisch. 
Zur Broschüre "Mein Patenamt" hier klicken !